Tankbetrug | Diebstahl und Unterschlagung von Kraftstoff


80.000 Fälle und 30 Millionen Euro Schaden


Im Jahr 2015 wurden in ganz Deutschland 80.000 Fälle von Kraftstoffdiebstahl registriert (spiegel), wobei sich der dabei entstandene Schaden auf 30 Millionen Euro belief, der von den Mineralölkonzernen auf die Tankenden abgewälzt wird. Doch diese Zahlen sind bereits Verbesserungen (um 7,8 %) im Vergleich zu den Vorjahren, da, so vermuten die Tankstellenbetreiber, die Benzinpreise gesunken sind und somit weniger Leute die Notwendigkeit zur Benzinunterschlagung sehen. Doch während die Fallzahlen sinken, steigt die Dreistigkeit der Täter: "Weil sie wissen, wie gering ihr Entdeckungsrisiko ist, grinsen manche beim Gratistanken noch freundlich in die Kameras" (spiegel). Während vermutet wird, dass die Dunkelziffer dreimal so hoch liegt, werden lediglich 22,2 % der erfassten Fälle von Kraftstoff-Unterschlagung aufgeklärt, weswegen auch immer mehr Tankstellenbetreiber die Arbeit von Detektiven aus Hagen in Anspruch nehmen.


Was ist Tankdiebstahl, -unterschlagung und -betrug? Und wann ist es ein Versehen?


Für die Rechtsprechung existieren klare Regeln darüber, welche Fälle als Tankbetrug oder als Diebstahl bzw. Unterschlagung zu bewerten sind. Für den Nachweis eines Versehens, dass also einfach nur vergessen wurde zu zahlen, braucht es nicht nur einen sehr nachsichtigen Tankstellenbesitzer, sondern auch einen sehr großzügigen Richter. Denn auch wenn theoretisch bei einem Versehen weder Betrug, noch Diebstahl oder Unterschlagung vorliegen, ist es kaum möglich zu beweisen, dass keine Absicht vorlag. Ist der Tankstellenpächter jedoch dem säumigen Tankenden wohlgesonnen, so wird nur der zivilrechtliche Anspruch (Tilgung der Tankkosten und Begleichung der Kosten aus PKW-Halter-Ermittlung sowie weiterer Folgekosten) geltend gemacht (anwalt24). Auch eine Geldbuße kann gefordert werden, wenn ein Prozess vermieden werden soll. Unsere Hagener Ermittler möchten hier aber besonders auf die Unterschiede der Straftatbestände hinweisen:

 

Es handelt sich um eine Unterschlagung, wenn der Täter nach dem Tanken entscheidet, nicht zahlen zu wollen, jedoch ursprünglich mit der Intention zu bezahlen die Tankstelle befuhr. In einem solchen Fall beträgt das Höchststrafmaß drei Jahre Freiheitsentzug oder eine Geldstrafe laut Strafgesetzbuch (StGB Paragraph 246, Absatz 1) (Bussgeldkatalog). Es handelt sich hierbei um Unterschlagung und nicht um Diebstahl, da der Täter die Sache (den Kraftstoff) bereits besitzt, lediglich nach dem Tanken nicht gezahlt hat (rechtslexikon). Im Falle eines Tankbetruges aber, wo bereits vor dem Tanken geplant wurde, den Kraftstoff nicht zu zahlen, fällt die Strafe deutlich höher aus: Bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe fallen hierbei an, weil es sich hierbei um eine Form des Betruges handelt (StGB, § 263) (bussgeldkatalog). Auch der Tankdiebstahl wird, anders als die Unterschlagung, mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe belegt, weil der Kraftstoff hierbei nicht dem Täter zum Tanken überlassen wurde, sondern dieser entgegen des Willens des Tankstellenpächters an sich genommen wurde.


Betroffene ratlos: Was können wir tun? Privatdetektei aus Hagen klärt auf


Tankstellenbesitzer stellen oftmals erst am Ende eines Tages fest, dass die Kasse nicht stimmt. Dann ist der Täter meist schon über alle Berge; dennoch kann mithilfe von Videokameras oft festgestellt werden, wer wann den Betrug oder die Unterschlagung beging. Ausnahmen sind natürlich professionelle Tankdiebe, die die Kennzeichen austauschen und somit kaum mehr ermittelbar sind. Bei Tanksummen von unter 50 € muss ein Strafantrag gestellt werden, damit der Täter verfolgt wird, während bei Summen über 50 € eine einfache Anzeige ausreicht, um die Staatsanwaltschaft zur Einleitung von Ermittlungen zu bewegen (cf. Bussgeldkatalog). Doch wie bereits dargestellt wurde, sind Polizei und Anwaltschaft nur in etwa einem Fünftel der Fälle in der Lage, die Schuldigen zu ermitteln, weswegen die Suche nach den Tätern auch immer häufiger in den Aufgabenbereich unserer Wirtschaftsdetektei in Hagen fällt.

 

Doch nicht nur Tankstellenbesitzer und -pächter werden durch Tankbetrug und -Unterschlagung geschädigt, auch Arbeitgeber, deren Angestellte Firmenwägen zur Verfügung haben, gehören zu den Betroffenen, wie unsere Wirtschaftsermittler aus Hagen erfahrungsgemäß berichten können. Hierbei handelt es sich meistens um Fälle von Unterschlagung: Da die Angestellten das Firmenauto bereits zur Nutzung besitzen, müssen sie Fahrtenbücher führen, in denen die privat und geschäftlich zurückgelegten Strecken und die jeweils anteiligen Spritkosten getrennt aufgeführt werden müssen. Werden aber immer wieder private Fahrten mit dem als für Firmenfahrten deklarierten Sprit gefahren, handelt es sich um eine Kraftstoffunterschlagung, die strafbar ist. Denn auch wenn es dem Angestellten durchaus als Lappalie erscheint, mal hier und da nicht anzugeben, dass die Tankfüllung für privates Vergnügen genutzt wurde, ist dies nach § 246, Abs. 1 des StGB mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe zu vergelten. 


Ersttäter und Wiederholungstäter – hier kann das Strafmaß stark schwanken


Besonders Ersttäter werden häufig nur mit einer Geldbuße belegt, da die Absicht zum Tankbetrug nicht leicht nachweisbar ist. Doch besonders Wiederholungstätern wird kaum geglaubt werden, wenn sie stets aufs Neue beteuern, lediglich vergessen zu haben, ihre Tankfüllung auch zu bezahlen. Im Wiederholungsfall werden daher oftmals Bewährungsstrafen gewählt, um den Tätern Einhalt zu gebieten, und im Falle besonders hartnäckiger Wiederholungstäter dann auch Haftstrafen ohne Bewährung verhängt (anwalt24). Unsere Wirtschaftsdetektive aus Hagen ermitteln grundsätzlich bei der Verfolgung der Täter nach gerichtsverwertbaren Beweisen, die zu einer Verurteilung führen können.


Was kann eine Detektei aus Hagen tun?


Wenn die Polizei aufgrund der Menge an zu bearbeitenden Strafanträgen und Anzeigen den Einzelfällen nicht genug Aufmerksamkeit zukommen lassen kann, möchten viele Betroffene das Gefühl haben, dass in ihrem eigenen Fall dennoch weiter ermittelt wird. Ein Einsatz unserer Hagener Privatdetektei kann daher sehr hilfreich sein: Wir setzen dort an, wo die Polizei aufhört und observieren verdächtige Fahrzeuge oder Fahrzeughalter, forschen analog und digital nach Wohnadressen und Aufenthaltsorten von Verdächtigen und sind durch unsere deutschlandweite Vernetzung dazu in der Lage, die Verfolgung verdächtiger Personen und ihrer PKWs jederzeit an so gut wie jedem Ort aufzunehmen.


Beauftragung unserer Privatdetektive aus Hagen


Sind Sie Opfer eines Tankbetruges, einer Unterschlagung oder eines Diebstahls von Kraftstoff geworden, so zögern Sie nicht, unsere Wirtschaftsdetektei in Hagen zu kontaktieren. Wir beraten Sie zeitnah, professionell und diskret über Ihren und unseren Handlungsspielraum in Ihrem ganz persönlichen Fall. Sie erreichen uns per Email, über unser Kontaktformular und telefonisch zu unseren Geschäftszeiten (von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie am Wochenende und feiertags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr) unter der folgenden Rufnummer: 02331 7388 002.